Verfasst von: Margrit | 30.09.2018

Malerei weckt Sprache

Gestern auf der Kulturroute Aachen unterwegs mit meiner Mutter. Immer wenn sie dieses Bild anschaute,

fiel ihr ein und deklamierte sie

Meine Mutter ist sehr stolz auf die drei Sprachen, die sie perfekt beherrscht (wo ich doch sonst alles vergesse), Deutsch, Französisch, Luxemburgisch, letzteres je älter sie wird, desto vordringlicher.

Verstanden natürlich von den Umstehenden nur wir Töchter. Die Malerin, ihrerseits deutsch- und französischsprachig, bat sie beim x.ten Mal scherzhaft „traduis  cela pour moi du Luxembourgeois en Français.“ Das werte sie ab, müde, da fällt mir Luxemburgisch doch leichter als Französisch. Da schaltete sich ein weiterer Besucher ein, das wär für mich genau umgekehrt. Witzig, stellte sich als in Köln lebender Franzose heraus. Und munter ging es weiter im Sprachenmix.

Kurz darauf eine ältere Frau, Ja was kommen Sie etwa aus Siebenbürgen, Sie sprechen ja den Dialekt! Nein. Aber sie ihrerseits kam von dort und konnte uns erklären, dass vor 800 oder 900 Jahren die einwandernden Moseldeutschen neben ihrem Weinbau auch ihre Sprache mitgebracht hatten. Mir fiel sofort mein Eins-meiner-Lieblingsbücher-handelt-davon ein, und sie konnte mir prompt mit dem Autor helfen: Florescu, Jacob beschließt zu lieben.

Das war schön.

Malerei weckt Sprache, Sprache weckt Begegnung.

 


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