Verfasst von: Margrit | 05.06.2017

WMDEDGT 06/2017

Morgens.

Heute ist der Fünfte, da „muss“ ich aufschreiben, was ich den ganzen Tag so tue. Frau Brüllen verlinkt wieder die gesammelten Werke. Oder ich frage dich:

Was machst du denn heute am Pfingstmontag Schönes?

Wally (80): Schönes und Nichtschönes. Schön ist, dass wir abends ins Kino gehen mit unserer Freundin Hannah, das ist die Einlösung eines Geburtstagsgeschenks. Nicht schön ist, dass mir die OP am Donnerstag bevorsteht. Da muss ich heute seitenweise Aufklärungsbögen durchlesen und ausfüllen. Ich bin ja froh, dass die verschobene Grauer Star Operation jetzt endlich gemacht wird, aber trotzdem, und wenn man das alles liest … Am liebsten würde ich an gar nichts mehr operiert werden.

Und schön ist, dass wir Spargel haben. Ich hätte aber gerne ein Süppchen vorneweg.

Mittags.

Schön ist, dass wir draußen auf der Terrasse essen können. Nicht schön, dass es dann fürchterlich zu regnen beginnt und ich sehr fürchten muss, dass das Wasser wieder in den Keller läuft. Das macht mich ganz nervös, da müssen wir was tun!

Es ist aber gut gegangen. Und dann erwies sich dieser Tag als der, an dem ich endlich meine Bedankungsrundmail für den Geburtstag geschrieben habe – bravo an mich selber.

Abends

„In Zeiten des abnehmenden Lichts“ im Kino nach dem Roman von Eugen Ruge und mit Bruno Ganz als verdientem Parteiveteran, dem in den letzten Tagen der DDR zum 90sten Geburtstag gratuliert wird. Es tat mir so gut, rauszukommen unter Leute, obwohl das Manhattan echt nichts ist für Menschen mit Gehbehinderung und Stöcken. Treppen ohne Geländer, Katastrophe. Guter Film, informativ, gut gespielt; bedrückend – ich war froh, dass ich nicht allein drin war -, keinen Moment langweilig. Die Luft im Kinosaal war allerdings übel stickig, reinster DDR Mief.

Danach haben wir noch mit Hannah bei Bier und Snacks zusammengesessen und gequatscht, und waren zu allem von ihr eingeladen. Schöner Ausklang, mit ihr kann man sich ja wirklich prächtig verständigen.

Zum Schluß hat es auch nicht mehr geregnet, kam die Abendsonne und später zwischen Wolken der Mond raus.

 

 

 


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