Verfasst von: Margrit | 20.12.2016

Meyers Enzyklopädie spricht

Das waren noch Zeiten. 1977 „Ot-Pold“, 1979 „Sue-Tuo“ und all die anderen davor und danach von „A-Alu“ bis „Waq-Zz“. Eine Investition war das über Jahre und ein Schatz, ein Repräsentationsobjekt und ein Quell des Wissens in den Bildungsbürgerhäusern.

Das Internet kam, aber es konnte uns gar nichts. Es war: orange oder giftgrüne ungelenke Buchstaben auf schwarz, es wusste: nicht viel. Dann wurde es zum www und bunt und bebildert und füllte sich langsam mit Inhalt und hatte immer noch nichts mit uns zu tun. Dann ging das immer so weiter … wikipedia … Rechner nicht mehr verkramt im Büro, sondern immer in Reichweite auf dem Sofa … und irgendwann war einfach Schluss mit dem Blättern und Nachschlagen und Verfolgen von Querverweisen von Band 14 nach Band 6 nach Band 17 nach …

Viele weitere Jahre verstaubten wir so vor uns hin im Wohnzimmerregal.

Und nun – ein Zweitleben als ?!? Regalaufstocker, Bücherhalter.

meyersregal

Unvorhergesehen, gewöhnungsbedürftig. Aber nun ja, man findet sich ab. Wenigstens was mit Büchern. Und allemal besser als Altpapier.

Und was man auch sehen muss: der Goldschnitt kommt bei dieser Aufstellung wirklich viel besser zur Geltung.

 

 


Responses

  1. Tolle Verwendung! Und alle Bücher sind glücklicherweise gleich dick. Wir machten so etwas früher mit Pflastersteinen, aber Bücher und gar Lexika sind ja viel edler!

    • Yep! In meinem Elternhaus gibt es sehr schicke selbstgebaute Bücherregale aus langen dunklen Holzbrettern und Pflastersteinpfeilern. Unerreicht. Meine Ausgangsüberlegung war also tatsächlich: was könnte als Pflastersteinersatz herhalten?
      DIe Lexika-Idee löst mehrere Probleme mit einer Klappe, bin sehr zufrieden :~)


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