Verfasst von: Margrit | 05.11.2016

Wally (79) bloggt WMDEDGT

Fünfter des Monats ist #WMDEDGT.

Was machst du eigentlich den ganzen Tag heute, Wally?

Das ist ganz toll heute –  ich spaziere durch meine Kindheit. Und das zusammen mit meiner Freundin Frida ™ aus Schultagen. Wir kennen uns ja schon seit über 70 Jahren! Und haben immer den Kontakt gehalten, mal mehr mal weniger und wo wir auch waren.

Seit gestern bin ich also bei ihr zu Besuch in Treysa im Nordhessischen, wo wir aufgewachsen sind. Wir haben schon ganz viel erzählt gestern abend. Und heute sind wir richtig spät aufgestanden.

 Und hast du gut geschlafen?

Nee. Ich muss ja auch dauernd raus, so ne blöde Angewohnheit. Aber was soll’s. Nach ausgiebigem Frühstück ab ins Städtchen, verregnet und ziemlich verlassen. Dabei ist die Altstadt hübsch. Ich kenn mich noch gut aus. Das Kopfsteinpflaster ist aber nichts für Ältere.

Marktplatz. Totenkirche. Renoviert, schön gemacht. Der Buttermilchturm ist aber nicht mehr weiß. Hier haben sie damals Romeo&Julia gegeben, was haben wir gegiggelt bei der Balkonszene. Wir beide! Dann die Stadtkirche, auch schön geworden. Wie gräßlich war die früher, umd kalt. Jeden Sonntag mußten wir hin vor der Konfirmation, laaangweilig, und dieser widerliche Pfarrer G. im Konfirmationsunterricht, irgendwie schmierig. Und der hat sich über uns beschwert bei unseren Eltern.

Und in diesem Haus war der Scherenschleifer. Und da war der Fleischer. Den Bäcker Thieme gibt’s auch nicht mehr. Und das Café Klingelhöfer.

Café – klingt gut.

Café wäre jetzt gut gewesen, ja. Aber nein, es gibt quasi keins, und das macht samstags auch noch um 13 Uhr zu 😦

Dann eben zum Mittagsimbiss nach Hause, gemütlich im warmen Wintergarten, während es draußen plätschert.

Und nunMittagsschläfchen. Frida hat auf Mallorca gelebt, bei der heißt das Siesta.


Es wurde ein gemütlich verbummelter Regennachmittag.

Zum Abendessen sind wir angesichts unserer Erfahrungen mit der Treysaer Gastronomie zur Konkurrenz gegangen, Treysa hat ja eine Schwesterstadt, Ziegenhain. Im dortigen Rosengarten in einem wunderschönen alten Fachwerkhaus haben wir sehr gut gesessen und gegessen. Und danach zuhause beim Rotwein angeregt weitergequatscht bis Mitternacht. Ich habe einiges ganz neu gehört.

Und in dieser Nacht habe ich richtig gut geschlafen.



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien