Verfasst von: Margrit | 14.05.2016

Southbound

Manche Worte liebe ich, manche beschäftigen mich eine Weile verschärft, manche kommen wie Geschenke neu zu mir. Für die alle habe ich die neue Kategorie Wortperle aufgemacht.

Ich beginne mit einem englischen Begriff. Southbound. Allein der Klang, ein Ohrenschmaus.

Ich weiß auch, wo ich das Wort herhabe, aus einem Blog namens Southboundhiker über den Pacific Crest Trail in den USA, auf den ich wiederum via MaultaschenOderRavioli gekommen bin. Der Bloginhalt ist bisher nicht so prickelnd, aber vielleicht wird er es ja noch, wenn es erstmal losgeht.

Southbound, südwärts. Auch von der Bedeutung her weckt das ein ganzes Bündel angenehmer Gefühle und Assoziationen. Oder um mit Baumbart zu sprechen, dem Ent aus dem Herrn der Ringe (mit seiner tiefen tiefen gedehnten Stimme):

„Also, nach Süden denn. Nach Süden gehe ich immer gerne, irgendwie hat man das Gefühl, man geht bergab.“

 

Und dann hat auch das bound eine Kraft, da kann wärts nicht mithalten.

 

Meine bisherigen Wortperlen waren Es kommte bloß so („wir können nix dafür“) und Aus Gründen („es kam nicht einfach so, es hat schon seinen guten Grund“). Also die zwei Seiten derselben Medaille, wie ich gerade überrascht feststelle.

 

 


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