Verfasst von: Margrit | 13.04.2016

Glückspilz oder Pechvogel

(Thema noch mal betrachtet.)

Heute habe ich echt Pech gehabt.

Habe in einer engen Straße ein parkendes Auto angefahren. War eigentlich nicht schlimm, nur Spiegel an Spiegel touchiert, mein Spiegel klappte gleich ein, aber gescheppert hat es. Also nachgeschaut, der andere Spiegel war doch einigermaßen ramponiert. Rumgeschaut. Geseufzt und geflucht. Man weiß ja, wie wir Deutschen mit Bagatellschäden an unseren Autos sind …

Eine Nachbarin meinte zu wissen, wem das Auto gehört. Dort geklingelt, keine Reaktion. Zettel geschrieben und samt Kärtchen unter den Scheibenwischer.

Dann erst mal unseren Kurs besucht, geballte Ladung Schauergeschichten über Fahrerflucht zu hören bekommen. Also verspätet Polizei angerufen, „wir schicken zeitnah einen Wagen“. 30 Minuten gewartet (über „zeitnah“ könnte ich auch mal schreiben) und mich gegruselt. Polizei zu drei Mann hoch, Palaver, „der Spiegel ist gebrochen“, Papierkrieg, Halter festgestellt, war wirklich der vermutete. Diesmal klingelte die Polizei, und offenbar mit dem entsprechenden Polizeinachdruck, jedenfalls warfen sie den Mann aus dem Bett und was sagte der, nach all der Aufregung? „Ach, der Spiegel, der war schon so.“

Polizei ab! „Kein Schaden, dann interessiert uns das nicht.“ Er erzählte dann noch, es sei schon das dritte Mal, das Auto parkt da halt vor dem Haus halb auf der Straße. Nur der erste, der habe sich leider davongemacht. Deshalb sei der Spiegel eben unrepariert geblieben.

Da habe ich aber verdammt Glück gehabt!

P.S. War übrigens kein Deutscher.


Responses

  1. Oh nein, was für eine Story! … und trotz allem doch ein gutes Ende!

    Ich hatte letztes Jahr auch mal Glück bei einer Bagatelle. Nach mühevoller Haltersuche in einem vollen Ausflugscafé entpuppte sich der „Gefundene“ als entspannter Mitmensch. „Be gentle – it’s a rental!“ flötete er mir zu und verabschiedete sich.

  2. Bin gerade zum ersten Mal auf Ihrem Blog (von Frau Brüllen…).
    Mir ist fast das tupfengleiche vor ein paar Monaten passiert. Mein Spiegel leicht eingeklappt, null Schaden, aber der andere (Kratzer im Gehäuse)! Polizei – Versicherung – Gutachter: Vorschaden, wird nicht bezahlt! Frau Besitzerin wohnt 3 Häuser weg, kreischt mich quer über die Straße an, daß man mir den Führerschein wegnehmen solle, weil ich(!) meine Schäden nicht bezahle.
    Frau: sehr wahrscheinlich Deutsche mit älterem Kleinwagen mit noch viel mehr Vorschäden, die teilw. zus. mit dem Spiegel repariert wurden.

    • Hallo Meike, willkommen bei der Office Werkstatt. Deine Geschichte ist ja leider mehr die übliche A…lochvariante.


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