Verfasst von: Margrit | 11.01.2016

Kino – Drei Filme mit starken Mädchen

Die Filmpostings habe ich schwer vernachlässigt, das heißt aber nicht, dass wir nicht mehr im Kino waren. Deshalb hier in loser Folge ein paar Updates, besonders auch zu meiner eigenen Erinnerung.

Inside out / Alles steht Kopf
Ein Animationsfilm aus den Disney Pixar Studios. Schauplatz ist das Gehirn der 11jährigen Riley, die mit ihren Eltern aus der vertrauten Umgebung umziehen muss und so in heftige Unruhe gerät. Das spiegelt sich in der Schaltzentrale in ihrem Kopf, in der „Freude“, „Kummer“ und weitere Emotionen an den Schalthebeln sitzen, ordentlich durcheinander gewirbelt werden und schwer um Kontrolle zu kämpfen haben.
Angeblich ist das Ganze sogar halbwegs wissenschaftlich abgesichert, lustig anzuschauen ist es allemal.

Das brandneue Testament
Gott wohnt in Brüssel, ist unausstehlich, denkt sich am Computer immer neue Schikanen für die Menschheit aus („Regel 2731: Die Schlange, an der man sich anstellt, ist immer die langsamste“) und terrorisiert Frau und Tochter (der Sohnemann ist nur noch als Christusstatue präsent). Die Tochter macht sich nun auf, das Desaster zu korrigieren, indem sie auf der Erde zu den bisherigen 12 Aposteln einige weitere rekrutiert und aus deren Geschichten ein ganz eigenes neuestes Testament verfasst.
Was für eine Idee! Der Film ist ein bisschen wirr, aber mit sehr vielen guten Gags gespickt. Und es gibt ein überaus blumiges göttliches Happy End.

Unsere kleine Schwester
Große Sehempfehlung. Ein Film von  Hirokazu Kore–eda, eine Hommage an die (alte?) japanische Lebensweise. Das große Thema Familie.
Drei Schwestern wohnen als junge Erwachsene noch zusammen im großen Elternhaus mit Ahnenschrein und verwunschenem Garten, ihre jüngere Halbschwester kommt nach dem Tod des Vaters als Waise dazu. Immerzu wird gegessen und gekocht und eingemacht. Viele Episoden, die Zusammenleben und Alltag poetisch schildern, dazwischen mehr angetupft die Konflikte, die teils vorwurfsvollen teils sehnsüchtigen Erinnerungen an Vater und die Mütter.
Dieser Film ist wirklich sehr sehr schön! Ich will ihn unbedingt noch einmal sehen, weil er so viele sorgfältig arrangierte Details enthält, die man gar nicht alle auf einmal aufnehmen kann.
Und ich schau mal nach den „Umimachi Diary“, das ist die Mangaserie von Akimi Yoshida, die dem Film zugrundeliegt.


Responses

  1. […] dem bezaubernden Kinofilm Unsere kleine Schwester wollte ich alter Comicfan mir gerne die Mangaserie Umimachi Diary zulegen, die dem Film […]


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