Verfasst von: Margrit | 03.09.2015

Poetenfest 2015 Nachlese

Der letzte Post war ein bisschen kurz, stimmt’s? Nun, hier kommt das Gegenstück.

Erkennt ihr die Lichtgestalt auf dem Bild, genauer die Dame rechts? Wohl eher nicht …

Poetenfest_2015_AS_1
Selbst auf diesem Bild finde ich sie nur schwer wiederzuerkennen:

Poetenfest_2015_AS

Alice Schwarzer

Die war eingeladen zum Autorenportrait am Freitagabend im Markgrafentheater und gleich ein Highlight des diesjährigen Poetenfests. Wir waren ja ein bisschen skeptisch vorher, auch neugierig, immerhin sind wir Uralt-Emma-Abonnentinnen und waren uns sicher, dass es spannend wird. Und sie war klasse! Witzig, sehr unterhaltsam, sehr klug, ein bisschen selbstironisch, sehr charmant. Das war ein toller Auftakt.

Zweit-Auftakt gewissermaßen, denn am Donnerstag waren wir schon bei der Nacht der Poesie dabeigewesen mit fünf DichterInnen (und ich hab auch einiges verstanden, was bei Gedichten ja nicht so sicher ist) und dazwischen einem Hip-Hop-Poetry-Slam-Rapper namens Edgar Wasser  mit einer rasanten Performance.

Die Lesenachmittage am Samstag und Sonntag dann, bei tropischer Hitze dieses Jahr, ach was soll ich sagen. Ich liebe sie nun mal. Mir fällt Hilde Domin ein:

Ich öffne das Fenster.
Alle Frühlinge lasse ich herein
mit diesem.

Alle Poetenfeste genoß ich
mit diesem.

Diese Schloßgartennachmittage legen sich in mich wie auf einer dicken Schichtung von vorhergegangenen, und so weiten sie mir jedes Jahr aufs Neue und jedes Jahr mehr das Herz.

Es waren aber auch super Vortragende da dieses Jahr! Gehört habe ich Christiane Neudecker (Erlangerin, jetzt natürlich wie alle in Berlin lebend) (ihre Nordsee-„Sommernovelle“ kommt nächste Woche mit), Verena Lueken (eine ernste Erscheinung, auch ihr „Alles zählt“ ist bei mir gelandet), Ursula März (auch aus Erlangen, ja was ist denn los?!), Matthias Nawrat (sprühend, überhaupt viele mit so einer großen Erzähl- und Fabulierlaune dabei diesmal), Dana Grigorcea (Budapester äh Bukarester Linke aus besseren Kreisen), Gesa Olkusz, Henning Ahrens (märchenhaftes vielversprechendes „Glantz und Gloria“, vorgemerkt), Ludwig Fels, Nora Gomringer (auch so eine Lokalmatadorin, zumal in diesem Jahr ihres Ingeborg-Bachmann-Preises) sowie politische Diskussionsrunden zu Europa, Koran und Gewalt, Kriegsenkelgeneration.

Ganz schön viel, oder?!

Und natürlich waren wir neben Alice Schwarzer auch bei der zweiten „Diva“ (EN) Sibylle Lewitscharoff, auch die eine beeindruckende lebhafte Erscheinung, schwäbelnd zu meiner Verwunderung und sehr kenntnisreich plaudernd über Dantes Göttliche Komödie, die sie derzeit in einem Roman verarbeitet.

So, jetzt wisst ihr’s. Und ich auch, wenn ich dies später noch einmal nachlesen sollte. Denn dafür habe ich das alles eigentlich aufgeschrieben!


Responses

  1. für eine Naturwissenschaftlerin bist du erstaunlich kulturbelesen liebe Margrit Alice Schwarzer hat sich wohl schon wieder liften lassen

    • Alice und Liften? Nee, das glaube ich mal echt nicht. Aber gut sieht sie aus.
      Ja, das mit mir und der Informatik und der Literatur / Film & Co., da hast du recht. Ist sowas wie mit Arbeit und Vergnügen. Oder besser Stand- und Spielbein. Nur die OW liegt irgendwo dazwischen ;~)

      • Upps, was mir gerade auffällt: Die OW liegt so zwischen Stand- und Spielbein???? Hmmm, seeehr delikat. ;~)))


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