Verfasst von: Margrit | 12.12.2014

Von mehr oder weniger geschützten Leerzeichen

Nach dem gigantischen Erfolg meiner Windows 8 Serie  (mehrere Klicks! Wieviele genau, weiß ich nicht, ich verfolge hier ja niemanden) stürze ich mich nun gleich in die nächste Serie. Die heißt Sonder(bare)Zeichen in Word und hat sogar ein Logo:

Absatzmarke
Fangen wir ganz harmlos an, beim Leerzeichen.

So ein Leerzeichen ist doch ein braver kleiner Kerl. Tummelt sich zuhauf in unseren Texten und wird doch im allgemeinen gar nicht zur Kenntnis genommen. Unsichtbar hockt er zwischen den Wörtern und erfüllt seine segensreiche Aufgabe. Dennohneihnliestessich wirklich schlecht, und ohne ihn würde auch der Zeilenumbruch zusammenbrechen, also das automatische Verteilen des Textes auf Zeilen zwischen Wörtern, denn zwischen Wörtern heißt eben: bei Leerzeichen.

Und bei all dem ist er völlig ungeschützt, der arme Zwischenraum!

Ungeschützt? Das schließe ich zumindest daraus, dass es neben diesem gemeinen eben auch ein Geschütztes Leerzeichen gibt. Geschützt wovor? Vor dem Aussterben? Könnte sein – jedenfalls kommt es sehr viel seltener vor als das gemeine Leerzeichen. Oder vor dem Gelöschtwerden? Nein, vor dem Gelöschtwerden sind sie beide gleich. Vor der Unsichtbarkeit? Nein, auch nicht, beide sind im allgemeinen gleich unsichtbar. Wir wissen meist gar nicht, welches von beiden da hockt.

Das ändert sich, wenn wir z. B. in Word Alle Steuerzeichen/Formatierungssymbole einblenden (justament mit dem Symbol im Start-Menüband, das genau so aussieht wie unser Logo hier^^), dann sehen wir sie:

.   =   Leerzeichen, erzeugt mit LEER Taste
°   =   Geschütztes Leerzeichen, erzeugt mit STRG + SHIFT + LEER Taste

Und was hat es nun mit dem Schutz auf sich?

Genau genommen ist dieses Leerzeichen gar kein geschütztes, sondern ein schützendes: es schützt die Wörter links und rechts von ihm vor dem Getrenntwerden. Es signalisiert, z. B. in „100 Euro“ oder in „1 Pck.“ oder in „GmbH & Co. KG“: hier kein Zeilenwechsel!

Ich nenne es deshalb auch Binnenleerzeichen. Denn es sieht zwar aus, als stünden hier zwei oder mehr Wörter, in Wirklichkeit ist es aber nur eines: ein Wort, das in seinem Inneren neben „a“s und „i“s halt den sonderbaren Buchstaben Geschütztes Leerzeichen enthält.

Das war Teil I der neuen Serie Sonder(bare)Zeichen in Word.

Lesen Sie demnächst hier Teil II: Von bedingten, unbedingten, geschützten und ungeschützten Trenn- und Bindestrichen.

Und ich kann Ihnen jetzt schon verraten: Teil III wird NOCH döller 🙂


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