Verfasst von: Margrit | 13.01.2014

Cookies ja oder nein

Die gute Nachricht vorweg
Cookies sind harmlos. Cookies sind nicht gefährlich, sie tun nichts. Denn sie sind keine Programme (im Gegensatz zu Viren und Trojanern), sondern liegen nur als Textschnipsel auf der Festplatte rum.

Wie kommen sie dahin?
Cookies sind kleine Protokolldateien: Besuchte Webseiten setzen so ihre Duftmarken auf dem PC.
Cookies sind Kuckis: Besuchte Webseiten gucken erst mal, gibts da schon ein Cookie von mir, was enthält das für Informationen über diesen Besucher?

Wozu sind sie gut?
Eine Webseite kann per Cookies erkennen, ob es sich um einen Erstbesuch handelt oder was der Benutzer beim letzten Mal so getrieben hat, und entsprechend reagieren.
Vorteil für uns als Besucher: So geht u.U. eine Anmeldung schneller oder Optionen vom letzten Mal wie größere Schrift sind gleich wieder eingestellt.
Vorteil für den Seitenbetreiber: nützlich für Statistiken (Anzahl Seitenzugriffe vs. Anzahl unterschiedlicher Personen), gezieltere Ansprache des Besuchers, überhaupt vielfältigste Datensammlung über das Nutzerverhalten.

Und warum sind sie trotzdem böse?
Das Böse an Cookies ist natürlich genau ihre Kucki-Eigenschaft, man könnte auch sagen: sie spionieren. Bei Seiten, die man selber aktiv besucht, mag das noch angehen. Hinterhältigerweise dürfen aber auch dort eingebundene Seiten, sogenannte Drittanbieter (Third Party), Cookies setzen und tun das auch massenhaft (1 Seite besucht –> 1 Erstanbietercookie dieser Seite + locker mal 10 Drittanbietercookies). Drittanbieter sind typischerweise Werbefirmen, aber auch Facebooks Like-Button / Twitter / Google+ (und ganz ohne Anklicken wohlgemerkt!).
Weil diese Drittanbieter sich auf so vielen Webseiten tummeln, können sie auf das Wunderbarste seitenübergreifend Benutzerdaten abgreifen und so ein genaues Benutzerprofil anlegen, um immer gezieltere Werbung zu platzieren.

Noch eine gute Nachricht
Drittanbietercookies lassen sich leicht und ohne irgendwelchen schädlichen Nebenwirkungen abschalten. Man muss nur die richtige Stelle im Browser finden… hier folgt gleich die Gebrauchsanweisung.

Firefox
Einstellungen / Datenschutz / Chronik: benutzerdefiniert anlegen

cookies firefox

Internet Explorer
Extras / Internetoptionen / Datenschutz / Erweitert

cookies IE

Chrome
Einstellungen / Erweitert… / Inhaltseinstellungen

cookies chrome

Safari
Gar nix tun – Drittanbietercookies sind standardmäßig deaktiviert 🙂

Meine Empfehlung

  • Cookies der besuchten Webseiten zulassen, hier überwiegt vermutlich der Nutzen des ungestörten Surfens den Schaden. Wer besonders datenschützerisch unterwegs ist, kann sie aber auch ohne große Probleme abschalten.
  • Sitzungscookies (nur für diese eine Sitzung gültig) sollte man besser zulassen, die werden zum Beispiel für Warenkörbe gebraucht und für alles, wo man angemeldet sein muss.
  • Cookies von Drittanbietern immer blockieren

Vermutlich ist es mit Cookies wie mit Keksen: eigentlich sind sie was Feines, aber in Übermaßen genossen verderben sie einfach den Magen – und das Surfvergnügen.


Responses

  1. […] Inwieweit es hilft, sei dahingestellt: die Internetindustrie verhandelt noch… Es schadet jedenfalls nicht. Entscheidender ist aber das Ausschalten von Drittanbietercookies! […]

  2. […] Drittanbietercookies sind wir jetzt los, damit auch weitgehend personalisierte Werbung, und überhaupt dürfte unser Marktwert unter Onlinemarketingfirmen dramatisch gesunken sein. Mit Anzeigen beglücken sie uns aber immer noch, auch mit den aufgeregt blinkenden… […]

  3. […] waren schon häufig Thema in diesem Blog, hier zum […]


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