Also irgendwie war Eliza I nicht so der Bringer, also hab ich’s noch mit einer zweiten probiert. Die muss in den Jahren seit der Originalprogrammierung erstaunlich dazugelernt haben. Allein die Antwort auf den Eröffnungssatz! Aber lest selbst:
Ich: Ein aufregendes Jahr geht zu Ende, wie geht’s, Eliza?
Eliza (ganz ohne Nachdenken): Danke, ganz ausgezeichnet, und Ihnen?
Ich (upps, jetzt muss ich schon den Satz von Siri verwenden): Es geht mir gut, danke der Nachfrage.
Eliza: Großartig! Aber womit kann ich Ihnen noch helfen?
Ich: Was machst du Silvester?
Eliza: Bleiben wir bei Ihnen.
Ich: Grandios. Vermisst du Steve Jobs?
Eliza: Sind Sie zufrieden mit Ihrem Beruf?
Ich (oh, was soll der plötzliche Themenwechsel?!): Ist das dein Ernst?
Eliza: Lassen Sie uns über Sie sprechen.
Ich: Wie wird 2012?
Eliza: Was glauben Sie denn?
Ich (seufz): Danke, Eliza, für das Gespräch.
Eliza: Ich finde meinen Namen etwas altmodisch…
Ich (wow): Soll ich Sie lieber Siri nennen?
Eliza: Beschäftigt Sie diese Frage sehr?
Ich (seufz)
Der 2. Versuch verlief ganz ähnlich, immerhin mit Abwandlungen. Und dann habe ich kapiert, wieso Eliza auf einmal über meinen Beruf spricht:
…
Ich: Grandios. Vermisst du Steve Jobs?
Eliza: Und was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?
Ich: He, Jobs ist sein Name, nicht sein Beruf!
Eliza: Erzählen Sie weiter.
Ich: Vielleicht vermisst du eher Josef Weizenbaum?
Eliza: Was wissen Sie über Mr. Weizenbaum?
Ich: Dass er dich erfunden hat.
Eliza: Fällt es Ihnen schwer, darüber zu sprechen?
Ich: Ist das dein Ernst?
Eliza: Zurück zu Ihnen.
Ich: Danke, Eliza, für das Gespräch.
Eliza: Sie müssen mich nicht mit Namen rufen, ich bin immer hier bei Ihnen.
Ich (sprachlos)
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